Wie lebt es sich in Amerika?

Unsere Antwort: Sehr gut! Ich kann natürlich nur für uns sprechen. Und es kommt natürlich immer darauf an, wo man landet. Aber mit Charlotte haben wir es sehr gut getroffen. Nicht zu groß, nicht zu klein, sehr grün und freundliche Menschen, wo man hinkommt (natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die sind aber sehr selten). Noch dazu haben wir die, für uns perfekte, Wohngegend gefunden. Wir hatten schönere Häuser zum Mieten gesehen, aber die Nachbarschaft von White Oak hat uns überzeugt. Unser Haus liegt in einer Sackgasse „Cul-de-sac“, was perfekt ist, wenn man ein kleines Kind zu Hause hat. Des Weiteren ist es der perfekte Ort für die Kids zum Basketball- oder Baseballspielen oder für die Erwachsenen ein kleines „Get-to-gether“ zu machen. Hier sind wir nun endlich angekommen.

Wir werden hier gerne gefragt, was denn die Unterschiede zwischen USA und Deutschland sind? Meist fällt uns dann spontan nichts ein. Wahrscheinlich auch, weil wir uns an vieles gleich gewöhnt haben.

24-Stunden-Service – An sieben Tage der Woche kann hier rund um die Uhr geshoppt werden. Z. B. in unserem lokalem Supermarkt Harris Teeter um die Ecke, wo der Einkauf immer für einen in Tüten verstaut wird (wie auch in den anderen Läden) und sie einem noch gerne helfen das Ganze zum Auto zu bringen. Mit einem gute Laune „Have a nice day“, wird man verabschiedet. Oder in einem der vielen Klamottengeschäften, wo dem Kunden die Kleidung in die Umkleidekabine freudestrahlend nachgetragen wird. In den Restaurants wird dem Gast dann sein übrig gebliebenes Essen im „Doggybag“ mitgegeben, damit er zu Hause noch etwas davon hat. Auch an das „Please wait to be seated“ habe ich mich gewöhnt. Ich finde es gut, nicht orientierungslos im Restaurant herumirren zu müssen, um mir dann evtl. von jemanden den Platz wegschnappen zu lassen. Sollten wir Wünsche bzgl. der Plätze haben, wird darauf immer eingegangen.

Natürlich gibt es auch Dinge, an die habe ich mich noch nicht so gewöhnt. Z. B. das Ganze Null-Prozent-Fett-Essen. Einen Yoghurt mit etwas Fett zu finden, ist nicht immer leicht. Sehr beliebt sind die Greek-Yoghurts. Wer jetzt denkt ein Yoghurt griechischer Art hat ja so um die 10 %, liegt hier leider falsch. Die meisten haben 0 % Fett. Dafür gibt es sie in ganz vielen Varianten. Und dann noch die XXL-Packungen. Wer soll denn das essen? Natürlich vermissen wir das gute Schwarzbrot und die Brezen. Beides gibt es, aber sie langen bei weitem nicht an die Originale ran. Sonst bekommen wir hier fast alles. Von Nutella (schmeckt allerdings etwas anders) über Bratwürste (die ganz lecker sind) bis zu Spaetzle (die wir erst noch testen müssen). Und es gibt immer eine Riesenauswahl an Obst und Gemüse.

Was hier auch noch anders ist, ist die Kommunikation. Ich habe im Umgang mit US-Amerikanern gelernt, nicht alles wörtlich zu nehmen. Sie sind einfach nur sehr höflich, wenn sie einem mit ihrer überschäumenden Herzlichkeit, auch als Fremder, begegnen. Über die Frage „How are you?“ braucht niemand lange nachdenken. Die Antwort ist immer „fine“ – ob das nun stimmt oder nicht. Ein „See you later“ oder „Come and see us some time!“ bei der Verabschiedung sind lediglich Floskeln, die mit jedem ausgetauscht werden. Daher am besten mitspielen und es ihnen gleichtun. Auch Schmeicheleien wie „Beautiful dress!“ oder „You look great!“, haben meist keine tiefere Bedeutung. Es ist aber ein Ausdruck ihrer konsequent freundlichen Grundeinstellung: Think positiv!

In diesem Sinne, wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

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